Bananentinte

Die Schalen einer Banane werden mit einem Messer zu kleinen Würfeln
geschnitten. Nach dem Schneiden werden sie mit einem 1/4 Liter Wasser
in einen Topf gegeben und solange aufgekocht, bis sie weich sind. Nun
drückt man die gekochten Bananenschalen durch ein Tuch oder ein Sieb.
Dazu werden einige Eisennägel und ein paar Spritzer Haushaltsessig
gegeben. Es wird nochmals so lange aufgekocht, bis das Flüssigkeits-
volumen auf die Hälfte reduziert ist. Anschließend nimmt man die Nägel
heraus und drückt die Flüssigkeit durch ein feines Sieb. Danach leert man
die schwarze Flüssigkeit um, so dass der Bodensatz im Glas verbleibt.
Diese „Tinte“ lässt man noch einige Tage stehen, damit sich die ungelösten
Inhaltsstoffe absetzen.
Zum Abschluss kann an ein paar Tropfen eines Duftöls hinzugeben. Die
Aufbewahrung erfolgt in einer verschließbaren Flasche und wenn möglich
im Kühlschrank.
Erklärung: Eine Bananenschale enthält Gerbstoffe. Die Gerbstoffe bilden
mit Eisen(lll)-Ionen schwarze bis blauschwarze Verbindungen. Auf dieser
Basis hat man früher bei uns aus den Eichengalläpfeln die Eisengallustinte
gewonnen. Verwendet man Eisen(ll)-Ionen, so müssen diese erst durch
z.B. Einblasen von Luft (Sauerstoff) zu Eisen(lll)-Ionen oxidiert werden.