Auszeichnungsfeier für Faire FABIDO-KITAS

In Zusammenarbeit mit dem Agenda-Büro der Stadt Dortmund und der Projektstelle „FaireKITA“ des Informationszentrums 3. Welt Dortmund e.V. sind für das Jahr 2017 14 FABIDO-Tageseinrichtungen als „FaireKITA“ zertifiziert worden. Die Kita Am Ostpark ist seit 2015 die erste „FaireKITA“ von FABIDO. 

Das Projekt FaireKita erhält finanzielle Unterstützung durch Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt im Auftrag des BMZ.

Alle 101 FABIDO-Kitas werden sich bis 2021 zu „Fairen KITAS" zertifizieren lassen. Damit greift FABIDO das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung" für die Kleinsten in der Gesellschaft konsequent auf.

Die Auszeichnungsfeier fand am Donnerstag in der Bürgerhalle des Rathauses am Friedensplatz statt. Eingeladen waren jeweils fünf Kinder mit ihren Eltern und zwei pädagogische Fachkräfte aus den 14 Einrichtungen.

Zur Begrüßung sangen der Kinder-Chor der FABIDO FairenKITA und bilingualen (deutsch/englisch) Einrichtung Friedrich-Henkel Weg „We are the world“ von Michael Jackson.

Die Auszeichnung übernahm Jasmin Geisler von der Projektstelle „FaireKITA“ des Informationszentrums 3. Welt Dortmund e.V.

Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger überreichte in Anwesenheit von Friedhelm Sohn, Vorsitzender des Betriebsausschusses FABIDO und des Kinder und Jugendausschusses,FABIDO-Geschäftsführer Daniel Kunstleben und Michael Marwede (Servicstelle Kommunen in der einen Welt) die Urkunden.

Alle Einrichtungen stellten nach der Auszeichnung ihre Projektarbeiten zum Thema „Globales Lernen“ an ihren Ständen vor. Dazu zählten beispielsweise Upcycling-Exponate wie T-Shirt-Taschen und Spielzeug, Webrahmen und -erzeugnisse sowie ein XXL-Schachspiel.

„Die Kinder und Fachkräfte haben sich mit unterschiedlichen Welt-Themen wie fairer Handel, Ressourcenverbrauch, Demokratieförderung und Partizipation, Kinderarbeit und Kinderarmut beschäftigt. Die Mädchen und Jungen erhalten altersgerecht und auf spielerische Weise erste Einsichten in globale Zusammenhänge, in die Auswirkungen des eigenen Verbrauchs natürlicher Rohstoffe und die Verteilungsmechanismen“, erläuterte Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger.

Die FABIDO-Fachkräfte bereiteten die häufig komplexen Zusammenhänge kindgerecht auf. In einer Kita wurden Wolle gesponnen und Teppiche gewebt, um den Kindern die Ausbeutung durch Kinderarbeit zu verdeutlichen.

Das Thema Recycling und Abfallverwertung wird projektorientiert umgesetzt; viele Kitas beteiligen sich regelmäßig an der Aktion „Sauberes Dortmund“ der EDG. Die Bereiche Natur, Umwelt und gesunde Ernährung werden den Kindern durch unterschiedliche Angebote näher gebracht. So fördern die Einrichtungen die biologische Vielfalt durch den Anbau von Obst (Johannisbeeren, Erdbeeren, Weintrauben, Birnen, Äpfel, Kirschen, Pflaumen) und Gemüse (Tomaten, Kohlrabi, Zucchini, Möhren, Kopfsalat, Mangold), das Anlegen von Wildblumenwiesen, Kräuterspiralen, Hecken, Kompostern, Hochbeeten, Zäunen aus Weide, Nisthilfen, Futterstellen.

Exkursionen zum Kindermuseum mondo mio!, das den Themenbereich „globales Lernen“ ebenfalls aufgreift, und regelmäßige Ausflüge in den Wald und die Natur bereichern die Projekte. In zahlreichen Läden des Einzelhandels machten sich die Kinder als „Detektive“ auf die Suche nach Labels des Fairen Handels.

Als „FaireKITA“ verpflichten sich die Teams der Einrichtungen, Bildungsthemen einer nachhaltigen Entwicklung zu bearbeiten. Darüber hinaus werden mindestens zwei fair gehandelte Produkte wie Lebensmittel oder Spielwaren für die alltägliche Arbeit verwendet. „Durch die Beteiligung am Projekt „FaireKITA“ trägt FABIDO dazu bei, junge Menschen frühzeitig in die Lage zu versetzen, nachhaltig zu denken und zu handeln und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Bereits kleine Kinder können erfahren, welche Auswirkungen das eigene Handeln auf die Natur oder das Leben der Menschen in anderen Regionen der Erde hat. Sie lernen dadurch frühzeitig, sich an der Gestaltung einer gerechteren Zukunft zu beteiligen“, sagt FABIDO-Geschäftsführer Daniel Kunstleben.

Wenn sich in den nächsten zwei Jahren weitere FABIDO-Kitas erfolgreich zertifiziert haben werden, kann FABIDO als Ganzes als „Fairer Betrieb“ ausgezeichnet werden. Hierzu hat sich bereits eine Steuerungsgruppe im Betrieb gebildet, die sich zunächst mit dem Thema der Beschaffung von fair gehandelten Produkten auseinandersetzt.

Kontakt: Anke Widow