Wir sind Kinder einer Welt

Kath. Kindertageseinrichtung St. Bonifatius – Essen

Die katholische Kindertageseinrichtung St. Bonifatius hat sich auf ihrem Weg zur FairenKITA mit verschiedenen Themen beschäftigt. Der Einstieg begann zum Thema „In 80 Tönen um die Welt – Was fliegt und fährt zwischen Himmel und Erd“. Hierbei machten sich die Kinder auf den Weg die Welt zu entdecken und hielten eine Kinderkonferenz ab. In diesem Projekt wurde bereits das Thema Fairer Handel eingeführt, da die Kinder Musikinstrumente von EL Puente (Fairhandelsimporteur) kennenlernten. Sie befassten sich damit was eigentlich Fairer Handel und partnerschaftliches Handeln ist. Im Rahmen des Projektes „Wir sind Kinder einer Welt“ wurden unter anderem verschiedene Produkte aus dem Fairen Handel kennengelernt. Es gab Projekte zu den Themen Banane, Schokolade, Kleidung, Spielzeug, Wohnen und Reis.

Bei einem Besuch im Bioladen entdeckten die Kinder bei der Suche nach Verpackungen mit dem Fairtrade Siegel, dass es viele Reispäckchen gab, die das Siegel trugen. Es wurden verschiedene Reissorten eingekauft um damit in der KiTa weiterzuarbeiten. Die unterschiedlichen Reissorten wurden in Schüsseln betrachtet und miteinander verglichen. Die Kinder stellten fest, dass die Körner sich in der Farbe unterschieden, aber auch, dass manche spitz andere rund, dick oder dünn waren. Die Kinder erzählten von eigenen Reiserfahrungen und überlegten, welche weiteren Reisprodukte sie kennen. Nach einem Einkauf im Asialaden bestaunten die Mädchen und Jungen die unterschiedlichen Reisprodukte wie Reisnudeln, Reiswaffeln, Reispapier, Puffreis und sogar einen Hut und einen Besen aus Reisstroh. „Nun interessierte es uns, wie und wo der Reis wächst.“ Dazu wurden Informationen aus einem Bilderbuch zusammengestellt und Bilder kopiert. Einige Kinder malten spontan Bilder vom Reisanbau. Die zusammengetragenen Unterlagen wurden anschließend auf Infoplakaten verarbeitet. Nachdem alle so viel über den Reis erfahren hatten, wollten die Kinder nun auch wissen, wie er schmeckt. Die verschiedenen Reissorten wurden gekocht und zu verschiedenen Reisgerichten zubereitet, die dann bei einem gemeinsamen Essen probiert werden konnten. Das Projekt wurde mit einer religiösen Einheit zum Thema Reis abgeschlossen mithilfe der Kettmethode. „Dieses Angebot schuf den Bezug zur aktuellen österlichen Bußzeit. Die Kinder übten das Empfangen und Geben, die Achtsamkeit und die Sorgfalt ein und wurden sensibilisiert für leere Hände, für Armut und Hunger.“

Auf dem Weg zur FairenKITA wurden natürlich auch die Eltern und Großeltern eingebunden. Sei es bei einem Großelternnachmittag, dem Familiengottesdienst zum Thema „Wir sind Kinder einer Welt“ oder dem Coffee Stop, eine Aktion von Misereor.