Kinder lernen Kenia kennen

Eltern-Kind-Gruppe Pelikan e.V. – Mönchengladbach

Im November 2014 startete die Eltern-Kind-Gruppe des Pelikan e.V. ein 3-monatiges Projekt mit der kenianischen Referentin Jeanette Juch vom Programm Bildung trifft Entwicklung.

Ausgangspunkt waren allgemeine Fragestellungen zum afrikanischen Kontinent, mit dem Ziel diesen differenziert darzustellen und den Kindern näherzubringen. Begonnen wurde mit dem Auslegen einer großen Weltkarte, so dass die Kinder von einem Land zum nächsten schwimmen und gehen konnten und dabei eine Vorstellung von den vielen unterschiedlichen Ländern bekamen, die allzu oft nicht mit ihrer vorhandenen Vielfalt betrachtet werden. Der Alltag von deutschen und kenianischen Familien wurde gegenübergestellt und die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede des alltäglichen Lebens der Kinder besprochen. Die Kinder tauschten sich über ihre eigenen Vorstellungen von Kenia aus und konnten diese dann anschließend mit den Fotos vom modernen und traditionellen Kenia und In formationen abgleichen. Ein Steckbrief von Kenia mit den für die Kindergartenkinder vereinfachten Fakten zur Bildung und Armut/Reichtum wurde einem Steckbrief Deutschlands gegenüber gestellt. Nach der eingehenden Auseinandersetzung mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden wurden die gewonnenen Informationen reflektiert: Es wurde besprochen, dass die Eltern viel arbeiten, aber häufig nicht fair bezahlt werden, so dass sie davon nicht leben können und deshalb auch die Kinder mitarbeiten müssen.

In Anknüpfung daran wurde an einem anderen Tag der Alltag eines kenianischen Jungen mit Bildern dargestellt und die Kinderrechtskonventionen besprochen. Es wurde zusammen mit fair gehandelten Lebensmitteln ein kenianisches Rezept gekocht und besprochen wo die einzelnen Zutaten herkommen bzw. in Einzelfällen auch wie sie produziert werden. Im Anschluss gab einen Gesprächskreis zu globalen Zusammenhängen. Um das Thema Fairer Handel und speziell fair gehandelte Bananen noch einmal zu vertiefen, wurde die Referentin Yvonne Rössler eingeladen. Die Veranstaltung begann zunächst mit einer Vorstellungsrunde und einer kurzen sehr anschaulichen Einleitung zur „Banane“: mit Hilfe von Bildmaterial wurde erklärt wo und wie Bananen wachsen, warum sie zunächst grün sind und welche anderen Farben und Größen in der Natur vorkommen. Darauf folgte eine Geschichte über Bananen, begleitet von einer „Bananenmassage“. Dabei standen immer zwei Kinder hintereinander und führten passende Bewegungen zu den einzelnen Produktionsschritten der Banane auf dem Rücken des/der anderen aus. Das Thema Fairer Handel wurde am Beispiel der Arbeitsbedingungen beim Bananenanbau wieder aufgegriffen und mit den Kindern vertieft. Nach der Geschichte und dem Massagespiel gab es Ausmalbilder für alle Kinder. Im Anschluss wurden die verschiedenen Bananenarten angefasst, gerochen und geschmeckt, darunter zum Beispiel zuvor gekochte Kochbananen. Süße und salzige Bananenchips werden ebenfalls probiert. Die Veranstaltung schloss ab mit einem Dominospiel über Bananen, das den Ablauf vom Anbau bis zur Reifelagerung beschrieb