Fairer Handel von Textilien

Zwei Schafe unterstützen den Forschergeist der Kinder

Fabido Familienzentrum Nathmerichstrasse – Dortmund

Als sehr naturverbundenes Team entschloss sich das FABIDO Familienzentrum Nathmerichstraße „Hand in Hand“ 2013 auf dem großen Außengelände zwei Schafe zu halten. Hilde und Jim, diese Namen gaben die Kinder den Schafen, sind Mutter und Sohn und fühlten sich schnell sehr wohl in ihrem neuen Stall und dem dazugehörigen großen Gehege. Die Kinder sind begeistert und helfen gerne beim Füttern der Schafe am Morgen, da werden Möhren und Brot kleingeschnitten, zusätzlich gibt es Heu und mit Gießkannen wird die Tränke mit frischem Wasser aufgefüllt. 1 x im Jahr wird der Stall gründlich ausgemistet. Mit Schubkarren bewaffnet helfen die Kinder begeistert mit und danach wird der Stall mit frischem Stroh ausgeschichtet. Die Schafe gehören zum Alltag der Kinder einfach dazu und vor diesem Hintergrund war das Projekt mit dem Thema „Fairer Handel von Textilien“ für die Anerkennung zur „Fairen Kita“ schnell gefunden.

 

Die einzelnen Projektschritte waren:

· die Schafwolle, die Baumwolle

· das Weben und Färben

· der Teppich und das T-Shirt

· der „Faire Handel“

 

Praktische Angebote wie Färben, Weben, Filzen, Spinnen und der Bau eines Webrahmens gaben viele Möglichkeiten alle Kinder, selbst die Jüngsten, an die Themen heranzuführen. Das Thema des globalen Lernens sollte für alle Kinder nachhaltig erfahrbar gemacht werden.

In den Kinderbesprechungen wurde an den bisherigen Kenntnissen und Erfahrungen der Kinder über Schafe angesetzt. Die Kinder wussten viel zu erzählen, es wurden Fragen erörtert, wie und wo auf der Welt Schafe leben, ob man Schafe essen kann und was ein Osterlamm bedeutet und was aus der Wolle hergestellt wird. Im nächsten Projektschritt wurden die Schafe durch einen Schäfer professionell geschoren und die Wolle auf vielfältige Weise verarbeitet und damit experimentiert, z. B. Nass- und Trockenfilzen, auf Brennbarkeit getestet und mit der Lupe untersucht. Das Verspinnen der Schafswolle und das anschließende gemeinsame Weben an einem selbsthergestellten Webrahmen verdeutlichten den Kindern die schwierigen und mühsamen Arbeitsschritte bis zum fertigen Stoff. Diese Erfahrungen wurden genutzt um die Themen Kinderarmut, Kinderarbeit in anderen Ländern und fehlende soziale Netzwerke zu besprechen. Auf Grundlage der Textvorlage „Jorgan haut ab“ (Unterrichtsmaterial, terre des hommes) erfuhren die Kinder mehr über die Teppichherstellung und T-Shirt Verarbeitung und Kinderarbeit in Nepal, Indien und Pakistan. Mit Unterstützung der Mitarbeiterin des Informationszentrums 3. Welt Dortmund e. V., Anne Löscher, wurde der Weg des „T-Shirt“ mit den einzelnen Stationen Baumwollernte, Weben, Färben, Transport, Einkauf und Recycling anschaulich erarbeitet.

Immer wieder richteten die pädagogischen Fachkräfte den Blick auf „Fairness“, „faire Arbeitsbedingungen“, „Fairen Handel“ und Kinderrechte. Schnell kam dabei bei den Kindern die Frage auf, welchen Beitrag sie hierzu leisten konnten, um die Bedingungen zu verbessern. Somit war der Weg geebnet, um die Symbole für fair gehandelte Produkte kennenzulernen, gemeinsam als „faire Detektive“ in Läden danach zu suchen und einzukaufen.

Viele ökologische Projekte „Müllvermeidung“, „Sauberes Dortmund“ und „Plastik im Meer“ und die dauerhafte Nutzung von fair gehandelten Produkten unterstreichen den Schwerpunkt des FABIDO Familienzentrum Nathmerichstraße „Hand in Hand“.

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