01. Juli 2026

Rückblick zum Faire Kita Kongress 2026 in Münster

Am 25. Juni 2026 fand unser diesjähriger FaireKITA-Kongress „Fairer Handel und vorurteilsbewusstes Lernen im Elementarbereich“ mit rund 90 Teilnehmenden im Bürgerhaus Bennohaus in Münster statt.
© Bennohaus, Laurenz Pelster

Geschichten, Worte und Bilder prägen die Lebenswelt und das Weltbild von Kindern – bewusst und unbewusst. Wie können pädagogische Fachkräfte Kinder dabei begleiten, Vielfalt wertzuschätzen, globale Zusammenhänge zu verstehen und ein Gefühl für globale Gerechtigkeit zu entwickeln? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der diesjährige FaireKITA Kongress.

Die Teilnehmenden wurden durch Münsters Bürgermeister Klaus Rosenau, Merle Kamppeter von der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Münster sowie Tamara Kaschek von der Projektstelle FaireKITA NRW begrüßt. Die Moderation übernahmen Eli Doudis und Ronja Runge von vielfach inklusiv.

Im ersten Impulsvortrag eröffnete Serge Palasie mit der Frage nach den Auswirkungen kolonialer Kontinuitäten auf Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit den thematischen Rahmen des Tages. Er lud die Teilnehmenden dazu ein, eigene Privilegien und gesellschaftliche Machtverhältnisse kritisch zu reflektieren und die gewonnenen Erkenntnisse in ihre pädagogische Arbeit mitzunehmen. Im anschließenden Vortrag richtete Nastassja Ott den Blick auf Fairen Handel und Globales Lernen und zeigte auf, wie vorurteilsbewusstes Lernen jenseits von Stereotypen und Ungleichheitsverhältnissen im Kita-Alltag gestaltet werden kann.

In der Mittagspause lud ein Markt der Möglichkeiten zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung ein. Die Teilnehmenden konnten Materialien und Projekte kennenlernen, mit Referierenden ins Gespräch kommen und neue Anregungen für die eigene Praxis mitnehmen.

Die Workshops boten vielfältige und praxisnahe Zugänge zu diskriminierungssensibler Bildungsarbeit. Im Mittelpunkt standen Themen wie Rassismus, Intersektionalität, Kinderrechte und Partizipation sowie die Frage, wie Mehrsprachigkeit, globale Gerechtigkeit und Fairer Handel im Kita-Alltag sichtbar und erlebbar gemacht werden können. Kreative Methoden wie Kinderbücher, Kamishibai-Theater, Rollenspiele und die Arbeit mit Weltkarten eröffneten neue Perspektiven auf Vielfalt, Gemeinschaft und ein gutes Leben für alle.

Die Veranstaltenden bedanken sich herzlich bei allen Referierenden, Mitwirkenden und Teilnehmenden für den inspirierenden Austausch und das große Interesse am Thema! Die zahlreichen Impulse und Praxisbeispiele haben einmal mehr gezeigt, wie Fairer Handel, Globales Lernen und vorurteilsbewusste Bildung bereits im Elementarbereich dazu beitragen können, Kinder für Vielfalt, Gerechtigkeit und nachhaltiges Handeln zu stärken.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) von der Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global in Kooperation mit der Stadt Münster, der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Münster, dem Eine Welt Netz NRW  und der Projektstelle FaireKITA NRW als Teil des Netzwerks Faire Metropole Ruhr durchgeführt. FaireKITA NRW wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, Brot für die Welt und MISEREOR.

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